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Schirecht

Die Wintersportindustrie ist ein zentraler wirtschaftlicher Faktor der Republik Österreich.

Die ausgedehnten Skigebieten, Liften und Gondelbahnen auf dem neuesten technischem Stand und eine gut ausgebauten touristischen Infrastruktur mit unzähligen Hotels, Gaststätten, Skihütten und dergleichen werden alljährlich von hunderttausenden Gästen aus aller Welt besucht. 

Doch Vorsicht, weder auf noch abseits einer präparierten Skipiste befindet man sich in einem freien Rechtsraum.

Jeden Winter werden hunderte Menschen entweder durch Lawinen (vorzugsweise beim Tourengehen) oder durch Zusammenstöße mit anderen Skifahrern zum Teil erheblich verletzt. Und jede Saison sterben mehrere Dutzend Personen bei solchen Unfällen. Fälle wie der des Skiunfalls eines ehemaligen deutschen Ministerpräsidenten oder der des Lawinenunglücks eines Mitglieds des niederländischen Königshauses haben auch international Schlagzeilen gemacht.

Unfälle mit Personenschaden werden in Österreich automatisch von den Sicherheitsbehörden und in weiterer Folge den Staatsanwaltschaften dahingehend untersucht, ob ein strafrechtlicher Tatbestand verwirklicht wurde. Als Maßstab für sorgfältiges Verhalten werden hierzulande die vom Internationalen Skiverband (FIS) herausgegeben Regeln als verbindlich angesehen. Und ein Verstoß gegen diese Regeln kann umfangreiche zivilrechtliche Folgen (Schadenersatzklagen mit teils beträchtlichen Forderungen) und strafrechtliche Konsequenzen (Anklagen, welche von der fahrlässigen leichten Körperverletzung bis hin zur fahrlässigen Tötung reichen können) nach sich ziehen.

Vereinfacht kann man sagen: Skiunfälle werden in Österreich rechtlich wie Autounfälle behandelt, und zwar mit dem Unterschied, dass für Skifahrer im Vergleich zu Autofahrern ein erhöhter Sorgfaltsmaßstab gilt.

Dass diese Auffassung bei manchem unserer ausländischen Gäste nach dem Motto, ein Skiunfall sei „höhere Gewalt“ und damit niemand haftbar zu machen, auf Unverständnis stößt, ist zwar gelegentlich nachvollziehbar, ändert aber nichts an die hiesigen Rechtslage. Und da diese Zivil- und Strafverfahren – ungeachtet der Nationalität der Unfallbeteiligten – grundsätzlich vor einem Österreichischen Gericht abgeführt werden, kann der Traumurlaub leicht in einen Alptraumurlaub umschlagen.

Abgesehen von unserer Empfehlung, sich vor Urlaubsantritt ausreichend versichern zu lassen, können wir Ihre Interessen in diesem Zusammenhang folgendermaßen wahrnehmen:

  • Verteidigung in einschlägigen Strafverfahren (im Regelfall wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung, schlimmstenfalls wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung)
     
  • Vertretung von Unfallopfern in gerichtlichen Strafverfahren (sog. Privatbeteiligung)
     
  • Geltendmachung von aus Skiunfällen resultierenden Schadenersatzansprüchen
     
  • Geltendmachung von aus Skiunfällen resultierenden Schadenersatzansprüchen
     
  • Geltendmachung von Ansprüchen wider Liftgesellschaften bei Unfällen, welche bei der Benützung von Aufstiegshilfen passieren