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 Die Kostenfrage – Kosten einer Erstberatung

 

„Wer bloß Heu füttert, hat bald nur Esel im Stall stehen …“

Dieser altbekannte Spruch hat wohl universelle Gültigkeit im Wirtschaftsleben und trifft auch auf die Anwaltsbranche zu.

 

Von Klientenseite wird manchmal übersehen, wie aufwendig die Arbeit eines Rechtsanwalts ist, auch wenn dieser „nur einen Brief schreibt“. Abgesehen davon, dass die Ausbildung von Anwälten Jahre des Studiums, der Gerichtspraxis und der Verwendung als Berufsanwärter (Konzipienten) in Anspruch nimmt ist auch der laufende Betrieb einer Rechtsanwaltskanzlei mit Betriebskosten verbunden, die mit manchen technisch gut ausgestatteten Arztpraxen vergleichbar sind. Die Zeiten, in denen man eine Kanzlei mit händisch geführten Akten, einer Sekretärin, einem Festnetztelefon und ein paar juristischen Kommentaren betreiben konnte, sind längst vorbei. Rechtsanwaltskanzleien müssen heute mit einer modernen Infrastruktur, insbesondere mit moderner Hard- und Software ausgestattet sein. Immerhin wird der gesamte Verkehr mit den Gerichten (incl. Grund- und Firmenbuch) vollelektronisch geführt. Juristische Datenbanken sind heute (fast) ausschließlich kostenpflichtig, die Telekommunikation verschlingt ein Vermögen, die Fortbildung der Mitarbeiter kostet Geld und so weiter.

 

Auf der anderen Seite: Die Zeiten, in denen Anwälte jedes erdenkliche Honorar verlangen konnten und sich eine „goldene Nase“ verdient haben, sind (bis auf wenige Ausnahmen) auch vorbei. Zum Einen ist die Zahl der Anwälte (und damit der Konkurrenzdruck) größer geworden, zum Anderen ist auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit so mancher Klienten nicht mehr so wie vor einigen Jahren ...

 

Der Honoraranspruch von Rechtsanwälten ist an sich gesetzlich geregelt. Neben dem Rechtsanwaltstarif (RATG) und anderen, gelegentlich zur Anwendung gelangender Vorschriften (wie etwas dem Notariatstarif [NotG] in Bezug auf Vertragserstellungen) gelten die Allgemeinen Honorarkriterien (AHK) der öst. Rechtsanwaltskammer als allgemein anerkanntes Fachgutachten über die Angemessenheit von Honorarsätzen.

 

Nichts desto trotz ist es heute nicht unüblich, Honorarvereinbarungen abzuschließen, die die Interessen von Rechtsanwalt und Klient gleichermaßen berücksichtigen. Gerade im Bereich des Immobilienvertragsrechts wird regelmäßig vereinbart, das Honorar prozentmäßig am Kaufvertrag zu berechnen, bei Gesellschaftsverträgen werden manchmal Pauschalsätze vereinbart. Also: Reden Sie mit uns über die Kosten einer anwaltlichen Vertretung, wenn möglich machen wir Ihnen gerne ein Angebot, welches Sie nicht ablehnen können!

 

Zur Erstberatung: Eine Erstberatung dient dazu, dass sich der Rechtsanwalt und der künftige Klient kennenlernen und über das relevante Thema ein grundsätzliches Gespräch führen. Ob aus diesem Gespräch heraus ein formelles Mandat erteilt wird, ist dabei noch offen. Grundsätzlich darf ein Rechtsanwalt zwar auch für ein solches Gespräch ein Honorar verlangen. Wir halten es im Regelfall aber so, dass wir für ein solches Erstgespräch kein Honorar verlangen. Allerdings bitten wir um Verständnis, dass ein solches Gespräch nicht „stundenlang“ sein kann und wir Erstberatungen nur nach vorheriger telefonischer Terminsvereinbarung durchführen.

 

Wenn Sie also eine Frage oder ein Problem haben, zögern Sie nicht, uns anzurufen!