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Ein Unfall auf der Schipiste, das ist doch höhere Gewalt

Na ja, meistens leider nicht.

Von höherer Gewalt spricht man von einem von außen kommenden, unabwendbaren und unvor­hersehbaren Ereignis.

Über das Verhalten auf Schipisten gibt es in Österreich zwar keine klaren gesetzlichen Regelun­gen. Allerdings gibt es den allgemeinen Grundsatz, dass sich jeder so verhalten muss, dass er keinen anderen gefährdet. Es werden daher die Regeln des internationalen Schiverbandes (FIS) sowie es vom österreichischen Kuratorium für Sicherung von Berggefahren erarbeiteten Pisten­ordnungsentwurf (sogenannte POE-Regeln) als Präzisierung dieses allgemeinen Rechtsgrund­satzes angesehen, wenngleich sie weder eine gültige Rechtsnorm sind noch dem Gewohnheits­recht zugeordnet werden können.

Die FIS-Regeln unterscheiden sich doch in einigen Punkten etwa von den Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung. So gilt der Vertrauensgrundsatz (der Grundsatz, wonach jeder Teil­nehmer am Straßenverkehr auf ein rechtskonformes Verhalten des anderen vertrauen darf) auf der Piste nur eingeschränkt. So hat sich zwar ein jeder Schifahrer so zu verhalten, dass er keinen anderen gefährdet. Ein von oben kommender Schifahrer hat allerdings immer zu vergegenwärti­gen, dass ein Sturz eines vor ihm fahrenden Schifahrers möglich ist und seine Fahrlinie so zu wählen, dass er auch im Fall eines solchen Ereignisses noch ausweichen kann.

Nicht jeder Pistenteilnehmer beherzigt diese Regel.

Also, zuallermeist wird man sich bei Schiunfällen nicht auf höhere Gewalt berufen können.