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Mir wird eine Klage zugestellt

Es gibt verschiedene Arten von Klagen.

Zum einen gibt es das vereinfachte Verfahren, in dem der beklagten Partei ein sogenannter Zah­lungsbefehl zugestellt wird. In der Regel sind dies inländische Zahlungsbefehle, ergangen auf­grund einer sogenannten Mahnklage. Es gibt allerdings auch europäische Zahlungsbefehle oder Zahlungsbefehle, die aufgrund des europäischen Mahnverfahrens in Bagatellverfahren ergangen sind. All diesen Zahlungsbefehlen ist eine Rechtsbelehrung angeschlossen, nämlich dass binnen vier Wochen ab Zustellung des Zahlungsbefehls ein Einspruch erhoben werden kann.

Die „klassische“ Klage ist heute seltener geworden, da Verfahren mit einem Streitwert von unter € 75.000,00 im vereinfachten Verfahren erledigt werden können. Wird eine Klage zugestellt, ist meistens ein Auftrag zur Erstattung einer Klagebeantwortung binnen vier Wochen, beginnend mit Zustellung der Klage, damit verbunden. In manchen Fällen ist eine Ladung zu einer Vorbereiten­den Tagsatzung beigefügt.

In all diesen Fällen empfiehlt es sich, unverzüglich einen Rechtsanwalt aufzusuchen, welcher mit Ihnen die Sache bespricht und innerhalb der Einspruchsfrist (bzw. Frist zur Erstattung der Klage­beantwortung) die entsprechenden Handlungen für Sie setzen kann. Bitte beachten Sie, vier Wo­chen sind schnell vorbei! Auch Ihr Anwalt benötigt Zeit um Informationen aufzunehmen und mit Ihnen eine Strategie zu besprechen.

Wichtig ist es, dass Sie sich notieren, wann das entsprechende Gerichtsschriftstück bei Ihnen eingelangt ist. Ist es hinterlegt, dann gilt der erste Tag der Hinterlegung als Zustelltag. Auch in diesem Fall empfiehlt es sich, das Datum zu vermerken und dem Rechtsanwalt mitzuteilen.

Wird eine Frist aufgrund einer Überschreitung dieses Datums versäumt, ist es oft schwierig, über eine sogenannte Wiedereinsetzung in den vorigen Stand oder andere Rechtsbehelfe in das Ver­fahren „zurück zu gelangen“. Von den negativen Kostenfolgen, die teilweise unabhängig vom Prozess­ausgang sind, gar nicht zu reden.